Ein Geh-Guide für Marokkos blauste Stadt — wo du schlenderst, was du fotografierst und wo Einheimische wirklich essen.
Chefchaouen ist klein — in einer Stunde läufst du die ganze Medina ab. Solltest du aber nicht. Die blaue Stadt ist eine Frage des Tempos: wie das Licht eine Treppe hinabwandert, der Rhythmus der Katzen, das sanfte Gleiten von Indigo zu Kornblumenblau, wenn du um die Ecke biegst.
Wo du startest
Betritt die Medina durch Bab El Ain und steig zur Plaza Uta el-Hammam hinauf. Die Kasbah am Platz ist das Ticket wert — der Turm gibt dir den einzigen wirklichen Blick von oben auf die blauen Dächer.
Die Fotorouten
- Rue Bin Souaki — die Treppe mit den Topfpflanzen
- Die Gassen hinter der Großen Moschee — ruhiger, blauer
- Der Ras-el-Maa-Wasserfall am Ende der Medina — nur zur goldenen Stunde
Wo Einheimische essen
Lass die Restaurants am Platz aus. Geh fünf Minuten hoch zu Beldi Bab Ssour oder Lala Mesouda — gleiche Tajines, halber Preis, bessere Aussicht. Der Ziegenkäse ist eine regionale Spezialität — frag danach.
“Chefchaouen ist einer der seltenen Orte, die in echt besser aussehen als auf Fotos. Bleib eine Nacht, wenn du kannst.”
Wenn du als Tagesausflug aus Fès kommst, sind es lange 4 Stunden pro Richtung. Lohnt sich. Aber eine Übernachtung macht aus der Fotostour einen langsamen Abend Minztee auf einer Dachterrasse — und das ist das Chefchaouen, das die meisten verpassen.
Geschrieben von
Amina Benkirane
Destinations-Redakteurin
Autorin und Fotografin mit Schwerpunkt Maghreb. Zehn Jahre in Souks, Kasbahs und Nebenstraßen unterwegs, die die meisten Reiseführer übersehen.




