Der Atlantikabstecher, den sich Marokkaner selbst gönnen — gegrillte Sardinen, Wehrmauern im Abendlicht und das beste Kitesurfen Afrikas.
Drei Stunden westlich von Marrakech ist Essaouira das, was passiert, wenn ein befestigter Hafen aus dem 18. Jahrhundert zur Surferstadt wird und es sich nie ganz anders überlegt. Portugiesische Wehrmauern, Gnawa-Trommler auf dem Hauptplatz, hundegroße Möwen und die besten gegrillten Sardinen, die du je isst.
Was du hier wirklich machst
- Die Skala-Wehrmauern zur goldenen Stunde ablaufen — ganz Orson Welles' Othello wurde hier gedreht
- Am Hafen grillen lassen — auf einen Fisch zeigen, er wird vor dir zubereitet
- Kitesurfen in Moulay Bouzerktoun (20 Min. nördlich) — Weltklasse-Wind
- Eine Gnawa-Musikstunde nehmen — das Festival im Juni ist weltberühmt
Beste Reisezeit
Die Alizés-Passatwinde wehen neun Monate im Jahr — Paradies für Kitesurfer, hart für Sonnenanbeter. September–Oktober und April–Mai sind die Sweet Spots: warm, weniger windig, alles geöffnet.
Wo übernachten
In der Medina: kleine Riads, mittendrin, etwas Windgeräusch. Außerhalb der Mauern: die Mogador-Strandmeile, ruhiger und familienfreundlicher.
“Essaouira ist da, wo Marokkaner zum Durchatmen hinfahren. Mach du's genauso.”
Bei einer 7-Tage-Runde ergänz Essaouira als Tagesausflug ab Marrakech. Bei einer 10-Tage-Reise gönn ihr zwei Nächte — den langsamen Morgen am Strand wirst du nicht bereuen.
Geschrieben von
Amina Benkirane
Destinations-Redakteurin
Autorin und Fotografin mit Schwerpunkt Maghreb. Zehn Jahre in Souks, Kasbahs und Nebenstraßen unterwegs, die die meisten Reiseführer übersehen.




